Marine-Look – No oder Go?


Der Marine-Look ist in den letzten drei Jahren nicht wegzudenken. Aber können sich die Modegötter nicht etwas anderes ausdenken, anstatt immer nur alte Brötchen aufzuwärmen? Auf der anderen Seite sieht Marineblau unglaublich schick aus. Und der Stil lässt sich immer neu interpretieren. Wirft Frau in diesen modischen Gefilden ihren Anker oder steuert sie andere Trends an?

Ein Blick in die Lieblingsmodezeitung und schon werden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Anker, Segeltaue, Blau und Weiß überall. Was tun? All das Marineblau einfach ignorieren und sich auf einen anderen Frühjahrstrend, wie zum Beispiel Colorblocking, stürzen? Diese Strategie könnte funktionieren, wenn da nicht der Berg an marinetauglichen Klamotten im Kleiderschrank wäre, der sich über die letzten Jahr angehäuft hat. Also, was soll’s. Das bisschen Marine kann nicht schaden.

Diese Strategie ist aber zu kurzsichtig gedacht. Denn Marine 2011 ist nicht gleich Marine 2010 oder 2009. In diesem Jahr geht nämlich der Trend zur dezentem Kombination von blauer mit weißer oder cremefarbener Kleidung. Blau-Weiß ist frisch, sommerlich und jung. Das Blau muss auch gar nicht die Schwere von einem Marineblau haben. Und das Outfit muss auch nicht seetauglich sein. Ein leichtes Chiffonkleid in Hellblau, eine Kombi aus dunkelblauem Shirt und sandfarbenem Bundfaltenrock oder ein weißes Kleid mit dünnem, blauen Streifen sind ebenso denkbar. Dita von Teese kombiniert ihre Marine-Outfits übrigens mit roten High Heels und knallrotem Lippenstift.

Ein rot weiß gestreiftes Oberteil, der marineblauer Trenchcoat oder ein Blazer im Soldatencut. Eines dies Teile haben Sie bestimmt in Ihrem Kleiderschrank, wenn nicht alle drei. Und Sie kombinieren diese Teile wild mit anderen, ohne dabei die ganze Zeit an Marine-Look zu denken. Vielleicht ist der sogenannte Marine-Look schon so weit in die weibliche Garderobe eingedrungen, dass er bereits zu den normalen Basics gehört. Das hieße dann auch, dass Frau nicht jedes Jahr vom gleichen Trend heimgesucht würde, sondern ihre Basics lediglich eine Aufwertung erhalten. Durch neue Farbkombinationen zum Beispiel.

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